Die Jahreshauptversammlung des Wolfenbütteler Schwimmvereins von 1921 e.V. fand in diesem Jahr am 17.07.2020 statt. Bedingt durch „Corona“ konnte der traditionelle Termin im April nicht umgesetzt werden. Allein durch die Einladungen entstand ein hoher Mehraufwand. Alle stimmberechtigten Mitglieder wurden schriftlich eingeladen. Wie in guten alten Zeiten wurden die Einladungen im Wolfenbütteler Umland per Fahrrad verteilt. Danke an die Kuriere. Etwas Gutes hatte dabei sogar Corona: Die Versammlung fand bei herrlichem Wetter unter freiem Himmel auf dem Eventgelände statt. Das sollte sich aus meiner Sicht für die Zukunft durchsetzen.

Die Mitgliederbeteiligung war mit über 120 Mitglieder erstaunlich hoch – im letzten Jahr waren es knapp 70. Umfangreiche Satzungsänderungen waren vorab angekündigt. Die Änderungen wurden lebhaft und konstruktiv diskutiert. Einige Kritikpunkte sind direkt in die neue Satzung eingeflossen. Die aktuelle Version wird zeitnah auf der Webseite veröffentlicht. Die relevantesten Änderungen: Der enge Vorstand wird um eine Person auf vier reduziert und ein Ältestenrat wird installiert.

Rainer Porath kündigte gleich darauf an, nicht mehr zur Wahl anzutreten, hatte aber mit Leon Bischoff einen Nachfolger parat, der ohne Gegenstimmen gewählt wurde und selbst bereits lange im Vorstand tätig ist. Der Vorstand des Vereins setzt sich weiterhin aus Maurice Waldmann (Sport), Florian Straube (Finanzen) und Florian Steinmann (Öffentlichkeitsarbeit) zusammen. In den Sportabteilungen gibt es ebenfalls viele bekannte Gesichter: Gabriela Assmann (Schwimmen), Franziska Lyß (Skilaufen), Nico Förster (Rettungsschwimmer), Ingo Hasselbach (Tennis), Klaus Knauer (Tauchen), Jens Rudolph (Breitensport), Kristopher Wilkens (Wasserball). Neu dabei sind Diane Wiesner (Triathlon) und Paul Eldag (Tischtennis). Für die Jugend ist aktuell Tom Hetscher der Ansprechpartner. Die Jugendversammlung ist allerdings noch ausstehend.

Für die Anlagen sind ebenfalls zwei alte Hasen verantwortlich: Manfred Fiebig (Fümmelsee) und Andre Volke (Skihütte).

Auch auf sportlicher Ebene wurden ausgezeichnet:

Sportlerin des Jahres wurde Antonia Klamert. Das Nachwuchstalent ist vom Schwimmen über Triathlon und Tauchen in vielen Bereichen des Vereins aktiv und erfolgreich. Im Sommer ist sie fast täglich am Fümmelsee anzutreffen und ist immer zur Stelle, wenn im Verein Hilfe gebraucht wird – ob beim Arbeitseinsatz auf der Hütte oder beim Sommerfest am Fümmelsee. Sie hat den Verein auch bei der Wahl „Sportler der Herzen“ vertreten.

Zum Schwimmer des Jahres wurde Jakob Wünsch gewählt. Wer die letzten Berichte auf der Webseite verfolgt hat, dem ist das junge Talent, Jahrgang 2006, schon ein Begriff. Er ist in der letzten Saison bei den Bezirksmeisterschaften, den Landesjahrgangsmeisterschaften sowie mehreren Einladungswettkämpfen auf der Kurzbahn gestartet. Dabei hob Trainerin Silke Hetscher insbesondere die kontinuierliche Leistungssteigerung hervor. Jakob konnte seine persönlichen Bestzeiten in jedem Wettkampf unterbieten.

Triathletin des Jahres wurde Hilke Wach. Sie ist zwar „erst“ seit 2019 Mitglied im WSV21, tat sich bei uns aber schnell als erfolgreiche Triathletin hervor. Hilke startete 2019 in der Triathlon Verbandsliga und erreichte durch erste Platzierungen, zusammen mit dem Team, den Aufstieg in die Oberliga. Ein großer Wunsch für sie ist es die Qualifikation und Teilnahme beim Ironman auf Hawaii zu schaffen. Einen riesigen Erfolg in diese Richtung erreichte Hilke 2019 beim Ironman in Copenhagen mit dem 3.Platz in ihrer Altersklasse.

Für den Wasserball wurde Finn Kaiser ausgezeichnet. Auch Finn ist den aufmerksamen Lesern bekannt. Er ist in der ersten und zweiten Herren Mannschaft Leistungsträger und fällt immer wieder durch sein schnelles Anschwimmen und das mannschaftsdienliche Spiel auf. Darüber hinaus ist er Wasserball-Schiedsrichter und organisiert seit mehreren Jahren die Wasserball-Schulaktion. Gemeinsam mit Antonia Klamert war er für die Wahl „Sportler der Herzen“ nominiert.

Für 70-jährige Mitgliedschaft wurden Barbara Lampe und Ingeborg Köhlhoff geehrt und zu Ehrenmitgliedern ernannt. Weiterhin wurden Mitglieder für sechzig Jahre Mitgliedschaft Wolfgang Köhlhoff und Klaus Melnicky geehrt. Fünfzig Jahre im Verein sind Holger Seiler, Ilse Conrady, Ingrid Tittelmeier, Uwe Höhne, Kirsten Bähr, Jürgen Heine, Wolfgang Golla, Waltraud Behrens und Rainer Porath. Eine doppelte Ehre wurde Rainer Porath zu Teil. Für seine langjährige Vorstandsarbeit wurde er in den Kreis der Ehrenvorsitzenden gewählt.

Ehrenpräsident Porath

70 Jahre

60 Jahre

50 Jahre

Zu später Stunde folgte noch die Wahl des neu eingerichteten Ältesten-Rates. Irmtraud Voigt, Wilhelm Schmidt und Klaus Seiler sind die Gründungsmitglieder und werden dem Vorstand mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Finanziell gab es von Florian Straube und den Kassenprüfern ausschließlich gute Nachrichten. Die Vereinsbeiträge wurden leicht erhöht.

Maurice Waldmann erläuterte noch die enormen Arbeitsaufwände, die „Corona“ verursacht hat. Erfreulich: Der Fümmelsee ist eröffnet und das Hygienekonzept ist vom Gesundheitsamt abgenommen. Der Sportbetrieb läuft wieder an. Bis bald am Fümmelsee!

Mit sportlichen Grüßen

Florian Steinmann